Das Grundstudium in der Informatik habe
ich
im sonnigen Passau mit dem Vordiplom erfolgreich beendet.
Ich kann nicht behaupten, dass ich ein guter und zielstrebiger Student war.
Erst nachdem
meine Tochter
auf die Welt kam, wurde mir während einiger Erziehungssemester die Dringlichkeit eines handfesten Hochschulabschlusses bewusst.
Zu Beginn des Studiums mussten wir armen Quitschies
(Erstsemestler)
SML
(Standard Meta-Language of New Jersey),
eine funktionale Programmiersprache
(Lambda−Kalkül),
welche für jeden Neuland war, hart erlernen.
Später erst lernten wir den formalen Charakter dieser Sprachklasse zu schätzen.
Ein Beispiel für die prägnante und ausdrucksstarke Formulierungsmöglichkeit,
für die SML sowie alle anderen funktionalen Programmiersprachen
(wie z. B. Opal, Haskell, SCHEME, …)
bekannt sind,
finden Sie beispielsweise unter
QuickSort.
Das Grundstudium der Informatik in Passau vermittelte viel Theorie.
Dabei nahm die Mathematik einen sehr hohen Stellenwert ein.
Ich habe sechs Mathe-Klausuren versucht, wobei ich nur drei bestanden habe.
Durch derartige Misserfolge habe ich schon öfter daran gezweifelt, ob das Info-Studium das Richtige für mich ist.
Als Informatik-Student an der
Uni Passau
hat man wohl wirklich einen guten Service.
Der Rechnerraum war für uns, was nicht ganz selbstverständlich ist, Tag und Nacht zugänglich.
Zudem war es mir ermöglicht worden, eine eigene kostenlose Homepage, die öffentlich zugänglich war, zu gestalten.
Spielereien mit den üblichen Browser-Sprachen, wie
HTML/CSS
und
JavaScript,
standen bei mir auf der Tagesordnung, darunter hat jedoch mein Studium etwas gelitten.
Trotzdem wuchs mein Repertoire an Programmiersprachen fast unmerklich an.
Zu den studiumsnahen Sprachen zählen auch noch
Java, SQL
(Structured Query Language)
und
LaTeX,
zu den studiumsfernen
PovRay, PHP
(Hypertext Preprocessor; ehemals Personal HomePage)
und
C++.
Trotz vieler Schwierigkeiten hat mir das Studium in Passau sehr gut gefallen.
Leider musste ich aus familiären Gründen den Studienort nach Erlangen verlagern.