Der Profet der Apokalypse spricht vom Tier auf dem Lande und vom Tier aus dem Wasser,
die zunächst beide die Erde beherrschen und von denen zunächst das Tier auf dem Lande zugrunde geht.
Ferner ist die Rede von der Babylonischen Hure, die neben diesen Tieren eine weltbeherrschende Stellung in ihrer Käuflichkeit
und Verkäuflichkeit einnimmt.
Nach dem Siege des Wassertieres über das Landtier bleiben diese und die Babylonische Hure als Weltmächte übrig.
Die Vernichtung dieser beiden Weltbeherrscher-Systeme leitet die Beendigung des gegenwärtigen Systems der Dinge ein,
das mit dem Ende Satans und dem Ende aller Menschen mit Ausnahme der
144.000 Heiligen
sein Ende findet und einem neuen Weltsystem Platz macht, das der Weltschöpfer vollkommen neu entstehen lässt.
Es findet keine Wiederauferstehung der Toten statt, sondern jene Menschen, die sich bewährt haben, entstehen
neu
im guten neuen Weltsystem.
Der Weltschöpfer, der auf dem Wege von Trial und Error gelernt hat, schafft
Besseres,
was Welt und Menschen betrifft.
Der Weltuntergang ist zunächst eine
negative Singularität,
etwa einem
Schwarzen Loch
vergleichbar,
das den ganzen Kosmos aufnimmt und dann wieder einen neuen Kosmos als
positive Singularität,
wie bereits gehabt, entstehen lässt.
Dies ist im Klartext das apokalyptische Geschehen, wie es der Profet sieht.
Diese Sicht muss bei aller Redundanz der profetischen Schilderung nicht unbedingt eine schamanische Wichtigmacherei sein.
Es kann sich hier tatsächlich um Informationsgehalte handeln, die im Unbewußten und im Unterbewußten
(im Sinne von C. G. Jung)
des Profeten lagern.
Dies, wenn man will, vom Beginn der ersten Weltschöpfung an, bei deren Anlaß ja auch die ihn bildende
informatorische Materie existierte.
Daneben arbeitet sein logisches Bewußtsein, das seine Erfahrung wiedergibt und seine Erkenntnis.
Was der Weltschöpfer tun wird und wie sich die Singularität des Weltunterganges abspielt, wird der Profet wohl nicht
bekunden können, denn er ist eben nicht persönlich und total der chaotische Weltschöpfer, den wohl keiner erfassen wird.
Die Aussagen über die letzten Weltsysteme, Hure und Tier können aber durchaus wahre Prognosen sein,
d. h. sie können anhand der bisher gemachten Erfahrungen, die der Profet mit den Naturgesetzen gemacht hat,
verifizierbar und verifiziert sein.
Diese Naturgesetze sind die Gesetze der komplexen Systeme, insbesondere der dissipativen Systeme, der Evolution und der Entropie.
Diesen Gesetzen entsprechend gibt es auf die Dauer keine zwei Weltherrscher, was auch Buddha in überzeugender Weise dargelegt hat.
Der stärkere und besser entwickelte wird schließlich den schwächeren vernichten.
So geschah es bis zur Erkenntnis des Profeten und so geschah es immer nach ihm.
Wenn man die Dinge in groben Zügen sieht, dann besiegte Rom Carthago und besiegte der kapitalistische Westen den
kommunistischen Osten.
Oder wenn man so will, der Kapitalisten den Kommunismus.
Würde man in der Sicht des Profeten unsere heutige Welt als die endzeitliche betrachten,
so wäre das Tier aus dem Wasser eben das heute die ganze Welt beherrschende, kapitalistische System,
das derzeit vorhandene höchstentwickeltste aller komplexen Systeme.
Aus der Sicht des Profeten, seiner unterbewußten und bewußten Erfahrung ist die Babylonische Hure der geistige Überbau
jenes weltbeherrschenden materiellen, wirtschaftlichen und politischen Systems, das sich uns als der Weltkapitalismus darstellt.
Die Babylonische Hure ist seine Kultur, seine Religion, seine Apologetik, kurz, sein geistiger Überbau.
Interessant ist nun für uns, die wir den Versuch machen, den Profeten zu verifizieren, dass dieser geistige Überbau des
jungen Systems Kapitalismus eine alte Bekannte ist, die der Profet kannte und die wir kennen, die dem Judentum so verhaßte
Babylonische Religion der Lügenpriester und der Menschenopfer.
Diese Religion der Käuflichkeit, die Gott selbst als ein käufliches Wesen betrachtet hat, hat sich weiterentwickelt.
Sie erscheint uns jedenfalls seit Konstantin dem Großen und seinem zeitgenössischen, korrupten Papst als die christliche Kirche,
als die christlichen Kirchen, insbesondere als die katholische Kirche.
Die Babylonische Hure ist eine universelle, kosmopolitische Dame.
Sie erscheint überall dort, wo eine Religion Priesterreligion ist und wo ihre Funktionäre mit den Mitteln der Religion
ihre kaufmännische Geschäfte machen.
Da machen der Islam, der Buddhismus und welche andere Religion auch immer, keine Ausnahme.
Wo Pfaffen regieren ist die Religion die Hure der herrschenden, politischen Basissysteme
(Pacelli und Hitler!).
Die Entwicklung zu unserem heutigen Basis-Überbausystem: Kapitalismusherrschende Religionen
(insbesondere Katholizismus),
war also dem Profeten im Genotyp und Phänotyp bekannt und so konnte er, ohne schamanische Tricks anwenden zu müssen,
wahre Aussagen über die künftige Entwicklung treffen, indem er Sachverhalte der Vergangenheit und seiner Gegenwart
adäquat und zutreffend bewertete.
Kapitalismus und Lügenreligionen sind also das aus seiner Sicht gesehene gegenwärtige System der Dinge.
In ihrer stärksten und wirksamsten Form ist die Babylonische Hure heute, hier und jetzt die katholische Kirche.
Man sehe sich den Woitila an; man erlebt die Hure optisch!
Das endzeitliche Tier und die Hure, seine Apologetin, erscheinen uns in unserer heutigen Welt als die beherrschenden,
höchstentwickelten Systeme.
Sie prägen dem Menschen unserer Zeit ihr Siegel auf und ihre
Tugend:
Käuflichkeit, Verlogenheit, Grausamkeit, Rücksichtslosigkeit und Machtgier.
Sie sind schließlich in ihrer unmenschlichen Haltung schlimmer als jenes jämmerliche Dritte Reich,
das die Meinung vertrat, man könne die Weltprobleme dadurch lösen, dass man die Juden ausrottet.
Die Juden waren keine Gefahr für die Welt.
Ihre Ausrottung, so närrisch sie als Gedanke war, wäre aber auch keine Gefahr für die Welt,
denn die Welt konnte auch ohne Römer, ohne Indianer und ohne Germanen weiterleben.
Gefahr für die Welt aber ist die heutige vom Kapitalismus betriebene internationale industrielle Massenproduktion
und Gefahr für die Welt ist die biologische
Massenproduktion
des Menschen.
Um Geld verdienen zu können, um zu dissipatieren, um seine Umwelt auszubeuten, und um selbst existieren zu können,
braucht der Kapitalismus die Massen der Konsumidioten.
Dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob diese Massen verhungern, in verschmutzter Umwelt zugrundegehen oder in einer
atomar verseuchten Welt
zerstrahlen.
Ihn stört es nicht im geringsten, dass mit den Menschen und durch die Menschen die Erde zerstört wird und sich alle,
vom Profeten beschriebenen apokalyptischen Übel ganz genau und konkret darstellen.
Die Hauptsache, die Kasse stimmt.
Und, wie sieht es bei der Apologetin aus:
Die Hauptsache, sie bleibt an der Macht, an der sie schon seit Babylonischen Zeiten sich befindet.
So opfern Kapital und Kirche den Menschen und seine Umwelt. Dies, um selbst als System dissipativ existieren zu können.
Im Gegensatz zu Hitler gefährden sie nicht nur eine Rasse und den gewissen kleinen Ausschnitt der Ökologie.
Sie gefährden durch ihre Machenschaften alles Leben auf diesem Planeten.
Der apokalyptische Profet glaubt, dass die Babylonische Hure und das satanische Tier noch vor der endgültigen Endzeit verschwinden.
Ihr Verschwinden sieht er nicht einmal durch den heroischen Akt des siegenden Weltheilands gegeben.
Hure und Tier werden nach seiner Sicht
durch die Entwicklung
beseitigt:
Der Kapitalismus und seine Apologetik können als ein einheitliches System betrachtet werden mit Basis-Überbau-Koppelung.
Sie sind derzeit das weltbeherrschende, d. h. das scheinbar alle Systeme beherrschende System.
Insofern sind sie als geschlossenes System zu betrachten,
das, wie alle komplexen Systeme, dem Naturgesetz der Entropie unterliegt.
Dies bedeutet, auch sie können nicht ewig leben.
Bevor es zum Weltende kommt, verschwinden sie.
Sind sie verschwunden und ist vor ihrem Verschwinden vom Leben auf dieser Welt, insbesondere von uns Menschen noch ein Rest
übriggeblieben, dann bedarf es vielleicht keiner Neuschöpfung.
144.000 vernünftige Menschen würden ausreichen.
Der Profet ist kein Spinner.
Er ist ein Wissenschaftler.
Aufsatz von
Joseph X. Baur