Mein Vater lebte mit seiner lieben Frau in Thailand.
Dort suchte er in seiner Freizeit, wovon er nicht gerade wenig hatte,
meist das philosophische Gespräch mit buddhistischen Mönchen,
und übte sich dabei in den Sprachen Englisch und Thailändisch.
Kurz um, er verbrachte seinen Lebensabend in Thailand.
Somit hatte er sich seinen langersehnten Jugendtraum erfüllt.
Er wurde von seinen Mitmenschen stets respektiert.
Freunde zu gewinnen, fiel ihm nicht schwer.
Er war durchaus eine interessante Persönlichkeit.
Seine wichtigsten Hobbys waren Lesen, Schreiben und Philosophieren.
- Geboren 6.5.1931 in München, gestorben 9.8.2007 in Roied
- Ab Sommer 1960 Rechtsanwalt in Wassserurg am Inn
- 3 Ehen. In 2. Ehe Sohn
Stefan
- 1985 Ehe mit der Thailänderin Pornpan Jothachan
- Seit 1997 Ruhestand in Roied, Thailand
- Lebte im Hause seiner Ehefrau Pornpan und genoss seinen Lebensabend mit dieser in Zufriedenheit und Harmonie.
Am 9.8.2007 verstarb der bekannte wasserburger Bürger und Rechtsanwalt Joseph Baur in seiner Wahlheimat Roied in Thailand
im Alter von 76 Jahren.
Dies teilte die Ehefrau den Angehörigen mit.
Joseph wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern in Bachmehring auf.
Er besuchte die Grundschule in Eiselfing sowie das Gymnasium in Wasserburg.
In München und Münster studierte er die Rechtswissenschaft.
Seit 1954 war er in Wasserburg als selbständiger Rechtsanwalt zuletzt in der Kanzlei am Marienplatz tätig.
1997 siedelte er dann zusammen mit seiner thailändischen Ehefrau zu seinem Alterssitz in Thailand über.
Klienten, Kollegen und Richter schätzten ihn wegen seines großen fachlichen Könnens und seines intensiven Einsatzes
in allen Rechtsfällen aber auch wegen seiner menschlichen und sozialen Einstellung.
Ohne Ansehen der Person vertrat er die Interessen von Rechtsuchenden aus allen Bevölkerungsschichten.
Bekannt wurde Joseph auch für seine politischen Aktivitäten.
Zuletzt setzte er sich noch für die Ziele der Sozialdemokraten ein.
Joseph hinterlässt seine Ehefrau und einen Sohn.
Auch vier Geschwister trauern um ihn.
Nach seiner Übersiedlung nach Thailand befasste sich Joseph besonders mit der dortigen Kultur und dem Buddhismus,
ohne jedoch seine Wurzeln im Christentum zu verleugnen.
Wegen seiner freundlichen, respektvollen Art auf die Menschen zuzugehen, fand er auch in Thailand viele Freunde
sowohl unter den Einheimischen als auch unter den Deutschen, die sich dort niedergelassen haben.
Vielen konnte er auch dort mit seinem juristischen Wissen und seiner Lebenserfahrung bei Problemen
hilfreich sein und so ein guter Botschafter der Deutschen sein.
Joseph betätigte sich auch als Schriftsteller bislang aber noch nicht zur Veröffentlichung freigegebener Werke.
Sein großes Vorbild war Bertolt Brecht.
Die Befassung mit den unterschiedlichsten philosophischen Systemen und Religionen ließen ihn zu einem liberalen,
weltoffenen Humanisten reifen.
Ein Lehrsatz des Soziallehrers Sai Baba war für ihn zur Grundlage seines Handelns geworden:
- „Liebt alle, dient allen, helft allen und verletzt niemand.”
Joseph wurde in Thailand bestattet.
Das Philosophieren bereitete meinem Vater so viel Freude, dass er sogar ein paar philosophische Aufsätze selbst verfasste,
welche Sie unter
Aufsätze
finden.
Schon in seiner Jugend hatte mein Vater viele Gedichte verfasst,
die leider bis heute der Öffentlichkeit verborgen blieben.
Das soll sich ändern, einen kleinen Vorgeschmack dieser Gedichtesammlung bekommen Sie unter
Lyrik.
Des Weiteren verfasste er zwei unveröffentlichte Bühnenstücke: