Mit diesem Projekt erhoffe ich mir nicht nur das
(handschriftliche)
Verfassen einer Kindergeschichte.
Mit dem Verweis auf Punkt 2 des Grobkonzepts
(Verbesserung der Schreibkunst)
erkenne ich erst jetzt, dass ich hier nach einem äußerst anspruchsvollen, schriftstellerischen Ziel greife,
was mir anfangs in diesem Ausmaße gar nicht richtig bewusst war.
Sollte ich vielleicht sogar das Grobkonzept relativieren?
Schreibkunst zwar schon, aber nur im Sinne von Schönschrift!
Was ist aber, wenn dadurch der inhaltliche Aspekt leiden muss?
Geht dadurch der Spaß verloren?
An dieser Stelle sollte ich vielleicht etwas weiter ausholen,
denn die Kätzchengeschichte meiner Tochter hat einen ganz bestimmten Hintergrund:
Sie wünscht sich schon seit langem ein oder zwei Kätzchen.
Wie Sie sehen, ist ein wichtiges Ziel meiner Tochter bereits formuliert.
Diesem
Ziel möchte ich nicht im Wege stehen.
Im Gegenteil, ich versuche so weit wie möglich flexibel zu bleiben, damit meine Tochter ihr Ziel auch erreicht und Erfolg erlebt.
Als wir uns ein bisschen über die Geschichte unterhielten, konnte ich zu passender Gelegenheit meine Grundeinstellung andeuten:
„Wollen wir doch mal sehen, ob die Prinzessin Rosella weiß, was eine Katze so alles braucht.”
Auch wenn ich hier eine metaphorische Brücke nicht leugnen kann, so verstand es meine Tochter sofort:
„Erst, wenn die Prinzessin gut mit Katzen umgeht, bekomme ich Kätzchen. Ja?”
Treffender hätte ich unser gemeinsames Ziel nicht formulieren können.
Die Befürchtung, dass der inhaltliche Aspekt zu kurz käme, war mit einem Mal verpufft.
Meine Tochter ist nun dazu ermutigt, sich ernsthaft und umfassend mit dem Thema
„Kätzchen”
auseinanderzusetzen.
Die schulischen Aspekte haben nach wie vor nicht an Relevanz verloren
— es muss ja schließlich irgendjemand die Geschichte schreiben und diktieren.
Der musisch künstlerische Aspekt kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz:
Buch basteln, Bilder malen etc.