Als wir mit unserem Frisbee unterwegs waren, habe ich auch gleich mal wieder was Schlimmes angestellt.
Ich habe nämlich unser Frisbee auf das Dach eines Bushaltestellenhäuschen geworfen
— natürlich rein unabsichtlich!
Da wir mit unserem Frisbee noch einiges vor hatten, wollte ich es logischerweise sogleich wieder vom Dach holen.
Aber nach einigen Fehlversuchen das Frisbee vom Dach zu holen,
stellte sich nicht nur heraus, dass ich keinen Klimmzug mehr hinbekomme,
sondern dass die Doudou mit ihren vier Jahren schon ein ganz schlaues Kind ist.
Die kleine Doudou fasste einen Plan mit den Worten:
- „Baba, ich hab' eine gute Idee! Du hebst mich hoch, dann hol' ich das Frisbee!”
Doudou's Plan funktionierte, worauf die Doudou ganz schön gefeiert wurde.
Wer weiß, wenn wir die Doudou nicht gehabt hätten, dann hätten wir unser Frisbee vielleicht nie wieder mehr gesehen.
Seitdem erinnert sie gerne an die gute Idee, die sie einst an der Bushaltestelle hatte.
„Ich weiß, mein kleines Mäusegesicht!”
Dieser Satz erinnert sie nämlich an die kluge Maus im berühmten Kinderbuch
[FREDERICK]
— genau das Richtige für meine kluge Doudou!
Die Doudou stellte sich mit dem Schemel auf dem Balkon und sah ohne Probleme,
weil sie durch den Schemel mehr Überblick erlangte, richtig gut auf die Straße.
Wie es der Zufall so wollte, standen auf der Straße zu der Zeit sehr viele Menschen.
Endlich Publikum, dachte sich die Doudou und brüllte:
„Hallo Leute!”
Und noch einmal:
„Hallo Leute!”
Als aber keiner reagierte, etwas verärgert:
„Hallo Leute, hört einmal zu! Ich sing jetzt ein Lied!”
Und immer lauter:
„Alle zuhören! Ich singe jetzt!”
…
„Hallo! Alle zuhören! Ich singe jetzt!”
Es schallte durch die ganze Straße, die Leute drehten sich nach und nach um.
Die Gelegenheit war günstig und die Doudou sang mit brachialer Gewalt:
„Lalihuu lulalo
…”
Etwas später:
„Aufgepasst! Ich sing noch ein Lied! Versteht ihr mich nicht? Ich sing euch noch ein Lied, wenn ihr wollt!”
Wohl gemerkt auf tamilisch, was sie von ihren indischen Kindergartenfreundinen gelernt hatte:
„Nijä liau
…”
Als Singhilfe verwendete sie stets einen Stift, welcher ein Mikrofon darstellen sollte.
Als sie nun schließlich fertig war,
schrie sie, sie meinte es auch nur gut:
„Geht jetzt nach Hause, es wird sehr kalt!”
Das Volk bewegte sich nur sehr träge, so die Doudou im lehrmeisterlichen Ton:
„Hallo Leute! Geht
— jetzt —
nach
— Hause! Es —
wird
— sehr —
kalt!”
Was sich parallel zu dieser Szene auf meinem Computer abspielte, finden Sie unter
Kleine Malstunde.
Sie trägt ihr imaginäres Baby, welches sehr viel gegessen hat und deshalb sehr schwer ist.
Bemerkenswert ist ihre besondere Gabe zum Rollenspiel.
Was sie zum Beispiel sehr häufig spielte, war das Betanken eines imaginären Autos an einer imaginären Tankstelle.
Und wie sie auf Details achtete: Sich abschnallen, den Tankdeckel wieder schließen
— einfach köstlich!
Folgende Bilder zum
Gospel-OpenAir 2005
in Baiersdorf verdanken wir
Thomas Bertz.
Die Doudou liebt Musik.
Deshalb fällt es ihr nicht schwer, viel Leidenschaft in ihren Tanz zur Musik zu stecken.