Ein
Stakeholder
(Anspruchsberechtigter, Interessenvertreter)
ist eine Person oder eine Organisation mit potentiellem Interesse an dem geplanten System, vergleiche
[REBUCH S. 14].
Stakeholder liefern wichtige Informationen zur Formulierung der Ziele und
Anforderungen,
die an das geplante System gestellt werden.
Absolut jeder, ob nun Freund oder Feind, der irgendwie Interesse an dem zu entwickelnden System
(hier Softwaresystem)
hat oder davon betroffen ist,
wird als Stakeholder bezeichnet.
Stakeholder sind in der
IT-Branche
also nicht nur
User
und
Anbieter,
sondern auch
Hacker
und
Cracker.
Beispielsweise muss man für die Entwicklung eines Verschlüsselungssystems feindlich gesonnene Hacker als Stakeholder berücksichtigen.
Man unterscheidet aktive und passive Stakeholder:
- Aktive Stakeholder
stehen direkt in Beziehung mit dem zukünftigen System.
Als typische Beispiele für aktive Stakeholder führt Pohl in
[REBUCH S. 65]
Auftraggeber,
Systementwickler,
Systemnutzer,
Architekten,
Domänenexperten,
Tester
und
Wartungspersonal
an.
- Passive Stakeholder
kommen nur indirekt mit dem zukünftigen System in Berührung
(z. B.: Nachbarschaftsbeziehung).
Als typische Beispiele hierfür listet Pohl in
[REBUCH S. 66]
Datenschutzbeauftragte,
Rechtsanwälte,
Patentanwälte,
IT-Strategieverantwortliche
und
Betriebsratsvertreter
auf.