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Pflichtenheft-Gliederung
Wie gliedert man ein Pflichtenheft?
Einführung Allgemeines zur Gliederung eines Pflichtenhefts
Gliederung als Checkliste
Eine bewährte Gliederung des Pflichtenhefts ist wie eine Checkliste, die Ihnen dabei hilft alle erforderlichen Punkte zu berücksichtigen.

Was nun inhaltlich ins Pflichtenheft reinkommt, wird durch das zugrundeliegende Lastenheft bestimmt.
Gliederungsvorschlag Pflichtenheft-Gliederungsvorschlag nach Balzert
Gliederung nach Balzert
Helmut Balzert stellte in seinem Buch [SWTECHNIK] folgenden, umfassenden und bewährten Gliederungsvorschlag für ein Pflichtenheft vor.
  1. Zielbestimmungen

    Welche Leistungen sind für das Produkt unabdingbar?
    Wunschkriterien: Welche Leistungen sind erstrebenswert?
    Abgrenzungskriterien: Welche Ziele sollen bewusst nicht erreicht werden?
  2. Produkteinsatz

    Anwendungsbereiche: Zu welchem Zweck wird das Produkt eingesetzt?
    Zielgruppen: Von wem soll das Produkt eingesetzt werden? Welches Qualifikationsniveau des Benutzers wird vorausgesetzt?
    Betriebsbedingungen: Wie ist die physikalische Umgebung? Die Betriebszeit? Aufsicht?
  3. Produktumgebung

    Software: Welche Software-Systeme sollen auf der Zielmaschine zur Verfügung stehen?
    Hardware: Welche Hardware-Komponenten werden benötigt?
    Orgware: Welche organisatorischen Bedingungen müssen erfüllt sein?
  4. Produktfunktionen

    Funktion 1 (z. B. /F010/)
    Funktion 2 (z. B. /F020/) usw.
    Was leistet das Produkt aus Benutzersicht?
    Was berechnen oder bewerkstelligen die Funktionen?
    Nicht das WIE (die Realisierung), sondern das WAS (die Anforderung) wird hier definiert.
  5. Produktdaten

    Daten 1 (z. B. /D010/)
    Daten 2 (z. B. /D020/) usw.
    Was speichert das Produkt (langfristig) aus Benutzersicht?
  6. Produktleistungen

    Leistung 1 (z. B. /L010/)
    Leistung 2 (z. B. /L020/) usw.
    Welche zeit- und umfangsbezogenen Anforderungen gibt es?
  7. Benutzungsoberfläche

    Was sind die grundlegenden Anforderungen an die Benutzungsoberfläche?
    Es umfaßt: …Bildschirmlayout, Drucklayout, Tastaturbelegung, Dialogstruktur,
  8. Qualitätszielbestimmungen

    Ein Verweis auf gängige Normen und Standards: …ANSI-Norm,
  9. Globale Testszenarien und Testfälle

    Testfall 1 (z. B. /T010/)
    Testfall 2 (z. B. /T020/) usw.
    Was sind typische Szenarien, die das Produkt erfüllen muss?
    Typischerweise Grundlage für den Abnahmetest, siehe Verifikation.
  10. Entwicklungsumgebung

    Software, Hardware, Orgware: Welche Umgebung wird für die Entwicklung benötigt?
  11. Ergänzungen

    Hierunter fallen: Spezielle, nicht abgedeckte Anforderungen, Installationsbedingungen, zu berücksichtigende Normen, Lizenzen und Patente.
  12. Glossar

    Definition aller wichtigen Begriffe zur Sicherstellung einer einheitlichen Terminologie.
    Das Glossar soll nicht Allgemeinplätze definieren (z. B. Java, CPU etc.), sondern Begriffe aus dem Anforderungsbereich.
    Unabdingbare Voraussetzungen für sprachliche Präzision ist das Glossar.
Hinweis: Dieser Gliederungvorschlag entspricht nicht ganz Balzerts Vorschlag, der genaue Wortlaut kann unter [SWTECHNIK] nachgelesen werden.