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Einführung

Prinzipiell ist es egal, wie Sie Ihr Lastenheft gliedern, doch sollten Sie, auch wenn Sie nicht vom Fach sein sollten, ein gewisses Niveau aufrecht erhalten.

Gliederung als Checkliste

Eine bewährte Gliederung des Lastenhefts ist wie eine Checkliste, die Ihnen dabei hilft, alle erforderlichen Punkte zu berücksichtigen. Da stellt sich dann die Frage erst gar nicht, was alles im Lastenheft stehen muss.

Eigene Gliederung herausarbeiten

Sie können sich auch Ihre eigene Gliederung zum Lastenheft zusammenstöpseln. Doch ist dieser Aufwand wirklich nicht nötig, da zum Thema „Lastenheft” bereits einige Gliederungsvorschläge gemacht wurden, die zudem konform zur DIN 69905 sind.
Eine (eigene) Gliederung sollte mindestens zum gewünschten Produkt umfassen. Alles andere ist „nice to have”!



Gliederungsvorschlag

Gliederung nach Balzert

Helmut Balzert stellte in seinem Buch [SWTECHNIK] folgenden umfassenden und bewährten Gliederungsvorschlag für ein Lastenheft vor.
  1. Zielbestimmungen
    Welche Ziele sollen durch den Einsatz der Software erreicht werden?
  2. Produkteinsatz
    Für welche Anwendungsbereiche und Zielgruppen ist die Software vorgesehen?
  3. Produktfunktionen
    Was sind die Hauptfunktionen des Produktes aus Sicht des Auftraggebers?
    Die Hauptfunktionen (Kernfunktionen) werden typischerweise einzeln gekennzeichnet (z. B. /LF010/, /LF020/, ...), um sich in späteren Dokumenten auf sie beziehen zu können. {"LF" steht für Produktfunktionen des Lastenhefts.}
    Hauptfunktionen sind beispielsweise …Anzeigefunktionen, Änderungsfunktionen, Löschfunktionen, Erinnerungsfunktionen, Suchfunktionen,
  4. Produktdaten
    Was sind die (permanent gespeicherten) Hauptdaten des Produktes?
    Einheitliche Kennzeichnung der Hauptdaten (hier z. B. /LD010/, /LD020/, ...) {"LD" steht für Produktdaten des Lastenhefts.}
    Hauptdaten sind beispielsweise …Konfigurationsdaten, Benutzerdaten, History-Daten,
  5. Produktleistungen
    Werden für bestimmte Funktionen besondere Ansprüche in Bezug auf Zeit, Datenumfang oder Genauigkeit gestellt? Wenn ja, welche?
    Einheitliche Kennzeichnung der Produktleistungen (hier z. B. /LL010/, /LL020/, ...) {"LL" steht für Produktleistungen des Lastenhefts.}
    Produktleistungen werden eventuell durch andere Produkte wie beispielsweise von einer relationalen Datenbank bewerkstelligt. Bei einer Messwerterfassung sollten hier die Sollbedingungen stehen.
  6. Qualitätsanforderungen
    Aufzählung der wichtigsten Qualitätsanforderungen wie …Zuverlässigkeit, Robustheit, Benutzungsfreundlichkeit, Effizienz,
  7. Ergänzungen
    Gibt es außergewöhnliche Anforderungen, die nicht durch obige Punkte abgedeckt sind? Wenn ja, welche?
    Beispielsweise kann hier auf besondere Aspekte bezüglich der ERP (Enterprise Resource Planning) hingewiesen werden.
Hinweis: Dieser Gliederungsvorschlag entspricht nicht ganz Balzerts Vorschlag. Der genaue Wortlaut kann unter [SWTECHNIK] nachgelesen werden.


Unter Lastenheft−Beispiel und unter Web−CMS finden Sie Musterlastenhefte vor, welche diesen Gliederungsvorschlag umsetzen.



Info

stefan−baur.de / Lastenheft−Gliederung
  • besucht am Freitag, den 12. März 2010 um 3:43 Uhr
  • geändert am Sonntag, den 15. März 2009 von Stefan K. Baur
  • ähnliche Seite:

[SWTECHNIK]  Helmut Balzert:  Lehrbuch der Software−Technik,  Spektrum Akademischer Verlag GmbH,  1996,  ISBN 3−8274−0042−2.  Software-Entwicklung







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