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Dänisches Gambit
Einführung Theorie: Dänisches Gambit
Dänisches Gambit: 1.e4 e5 2.d4 exd4 3.c3 dxc3 4.Lc4 ...
Das Dänische Gambit, auch Nordisches Gambit 1 genannt, ist deshalb sehr wild, da Weiß gleich zu Beginn zwei seiner wichtigen Zentrumsbauern opfert, mit der Absicht seine Läufer und seine Dame in eine besonders gute Angriffsposition zu bringen.

Dieses Gambit ist eine reine Angriffseröffnung, in der es heiß her geht. Weiß darf dem Schwarzen keine Zeit zur sinnvollen Verteidigung schenken. Auch wenn Weiß zwei Bauern in der Kreide steht, sollte Weiß nicht davor zurückschrecken seinen c4-Läufer auf f7 zu opfern, um die kurze Rochade von Schwarz zu verhindern. Allerdings sei der begeisterte Angreifer davor gewarnt nur zu attackieren, denn diese Eröffnung erfordert eine rasche Rochade (0-0). Die Angriffsmöglichkeiten sind zwar mannigfaltig, jedoch lassen die Verteidigungsmöglichkeiten stark zu wünschen übrig.

Zu Beginn der Partie muss Weiß nicht viel wissen. Er bringt die Läufer gemäß dieser Eröffnung ins Spiel, spielt schnell den Königsspringer, rochiert kurz und setzt den Turm in die Mitte. Die Ideen zum Angriff kommen, Dank des Bauern auf der e-Linie, fast von selbst.

Wenn sich der Schwarze in diesem Gambit auskennen sollte, dürfte es für ihn kein Problem darstellen, sich wirksam zu verteidigen. Die Erfahrung zeigt, dass die Rückgabe des d-Bauern auf d5 recht schnell wieder zum positionellen Ausgleich führen kann.

Wenn sich allerdings der Schwarze nicht richtig auskennen sollte,
  • dann sollte er den b2-Bauern lieber stehen lassen und an seine Entwicklung denken.
  • dann schreitet er meist recht wacklig auf einem schmalen Grad von guten Zügen voran, die Gefahr in das Tal des Verlustes zu rutschen, ist stets präsent.


Man sollte als Weißer schnell gewinnen, da Schwarz im Endspiel meist bessere Chancen hat!
Eröffnungsmöglichkeiten Ausführliche Analyse der Eröffnung
1. e2-e4 e7-e5 2. d2-d4 e5xd4 3. c2-c3 d4xc3
rnbqkbnr/pppp1ppp/8/8/4P3/2p5/PP3PPP/RNBQKBNR

Das Dänische Gambit!


4. Lf1-c4 c3xb2 5. Lc1xb2

5. ... d7-d5

6. Lc4xd5 Sg8-f6 7. Ld5xf7+ Ke8xf7 8. Dd1xd8 Lf8-b4+ 9. Dd8-d2 Lb4xd2+ 10. Sb1xd2
rnb4r/ppp2kpp/5n2/8/4P3/8/PB1N1PPP/R3K1NR

Beendet den Weißen Vorsturm!
6. e4xd5 Sg8-f6
rnbqkb1r/ppp2ppp/5n2/3P4/2B5/8/PB3PPP/RN1QK1NR

Schwarz kann mit 7. ... Ld6 den Weißen Angriff aufhalten!

Weiß bekommt den Springer nicht!
5. ... Sg8-f6!?
rnbqkb1r/pppp1ppp/5n2/8/2B1P3/8/PB3PPP/RN1QK1NR

Springer f6 ist ein gewagter Zug, der ein bisschen an die Aljechin Verteidigung erinnert, denn wird der Springer angegriffen, verliert Schwarz erst recht an Zeit. Allerdings will Weiß mit zwei Minus-Bauern einen schnellen Sieg erringen, was mit jedem Entwicklungszug von Schwarz immer unwahrscheinlicher wird. Deshalb kommt der scheinbar schlechte Entwicklungszug von Schwarz wie gerufen. Weiß kann unter Vernachlässigung seiner Verteidigung jetzt total auf Angriff setzen.

6. e4-e5 Sf6-e4 7. Dd1-d5?! Se4-g5 8. f2-f4

Die erforderliche kurze Rochade von Weiß nimmt langsam an Angriffsqualität zu; jedoch verliert der weiße König einen wichtigen Teil seines Schutzes.

8. ... c7-c6!
rnbqkb1r/pp1p1ppp/2p5/3QP1n1/2B2P2/8/PB4PP/RN2K1NR

Die beste Gegenwehr von Schwarz ist der Angriff auf die Dame, um die unmittelbare Mattbedrohung abzuwenden. Der Tempoverlust von Schwarz kommt jetzt wie ein Bumerang auf Weiß zurück. Der zunächst hängende Springer auf g5 deckt das Matt und Weiß muss die Mattdrohung aufgeben. Weiß hat eine offene Bauernstellung zu beklagen.

Schwarz gewinnt an Zeit!
5. ... Dd8-e7
rnb1kbnr/ppppqppp/8/8/2B1P3/8/PB3PPP/RN1QK1NR

Ein aggressiver Zug, der den weißen Gegner vorübergehend zur Verteidigung seiner lockeren Stellung zwingt. Schwarz bedroht den e-Bauern und mit Dame auf b4 droht ein Schach mit eventuellem Läufergewinn; Weiß muss sich verteidigen. Schwarz gewinnt dadurch etwas Zeit und muss jetzt rasch in der Entwicklung aufholen!


6. Sb1-d2

Dieser Zug löst die Struktur-Probleme von Weiß, widerspricht jedoch der Angriffspolitik dieser Eröffnung. Die weiße Dame büßt erheblich an Bewegungsfreiheit ein und der Springer kann lange Zeit nicht mehr bewegt werden.

6. Dd1-e2

Dieser Zug löst nicht nur die Struktur-Probleme von Weiß, Weiß kann deutlich mehr Druck mit dem e-Bauern ausüben. Allerdings muss Weiß schnellst möglich kurz rochieren.

Fehler von Schwarz!
5. ... d7-d6 6. Sg1-f3

6. ... Sg8-f6 7. Dd1-b3
rnbqkb1r/ppp2ppp/3p1n2/8/2B1P3/1Q3N2/PB3PPP/RN2K2R

6. ... Sb8-c6 7. Sb1-c3 Lc8-e6 8. Sc3-d5
r2qkbnr/ppp2ppp/2npb3/3N4/2B1P3/5N2/PB3PPP/R2QK2R


Wandlung zum Schottischen Gambit!
4. Sb1xc3 Sb8-c6 5. Sg1-f3
r1bqkbnr/pppp1ppp/2n5/8/4P3/2N2N2/PP3PPP/R1BQKB1R



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