Der geübte Schachspieler empfindet den Schäferzug als wenig sinnvoll,
denn man verfolgt mit nur einem Angriffsplan das wage Ziel, dass der Gegner das bevorstehende Matt nicht sieht.
Wenn Schwarz richtig verteidigt, braucht Weiß einen neuen Plan.
Besser ist es, wenn der Gegner sich nicht mehr richtig verteidigen kann!
Das funktioniert nur, wenn man sich viele Möglichkeiten offen lässt, gute Züge tätigen zu können.
Ein guter Zug ist m. E. Teil der Realisierung
mehrerer
wichtiger Angriffs- und Verteidigungspläne.
Welche Züge nun wirklich gut sind, kann man pauschal nicht beantworten.
Zur Selbstkontrolle,
ob man gute Züge macht, sollte man vor dem Ziehen eines Steines zwei Argumente bringen, die den Zug rechtfertigen
— das mehrgleisige Denken —
und zur Sicherheit ein Argument suchen, das den Zug nicht rechtfertigt.