Startseite < Informatik Schach < Schach-Prinzipien Mattführung / Eröffnungen Mittelspiel Endspiel / Partien < Légal-N.N. Arnold-Böhm Réti-Tartakower Oskam-Demmendal N.N.-Pfeiffer Renold-Agassiz N.N.-Blackburne Greco-N.N. Loye-Beamisch Bernstein-Metger Anderssen-Wyvill Bird-N.N. Gibbs-Schmid [ DRUCK , 2004 , 2005 , 2006 , 2007 , 2008 , 2009 ] P.Baur < P.Baur-Janzer P.Baur-N.N. > Hecht-Schiffer N.N.-Richter > Matt in ... / Schachregeln / DWZ-Rechner > Privates / Inhalt >
P.Baur
Schachpartien Schachpartien von Peter Baur.
Hier finden Sie lehrreiche Schachpartien von Peter Baur.

Er kämpft gerne gegen die Aljechin Verteidigung an und gewinnt dabei auch nicht selten.
Gedichte Gedichte von Peter Baur.
Peter Baur scheint nicht nur ein guter Schachspieler zu sein, sondern auch ein hervorragender Poet.

Hier ein Auszug aus seiner poetischen Sammlung eigener Gedichte.
Ode an Karlsruhe
Gar schön ist meine Heimatstadt, gern tu' ich in ihr leben.
Wen Karlsruhe geboren hat, dem ist das Glück gegeben.
Metropolis am großen Rhein, doch manchmal leicht verträumt,
mein Karlsruh' glänzt im Sonnenschein, von Hügeln sanft umsäumt.

D' Karlsruher sinn uff Karlsruh' stolz, de Babba sagt bei Disch:
"Des Büble, numme rede solls, wie d' Gosch ihm gwachse isch"
Auch der besond're Menschenschlag - "Brigande" wird genannt -
woanders nicht mehr leben mag als hier im Badner Land.

Und schließ' ich einst die Augen zu, wenn ich mal sterben werde,
dann find' ich meine letzte Ruh' in Rintheims schöner Erde.
Ich poche an des Himmels Pforte, sofort macht man mir auf,
"Gelbfüßler" der besten Sorte find' man dort zuhauf.
K S C
Dicht verstopft sind alle Straßen,
wenn ich durch den Wildpark geh',
denn auf des Stadions grünem Rasen
zaubert unser K S C.

Auf dem Spielfeld, da herrscht Trubel,
der das Publikum erfreut.
Auf den Rängen tobt der Jubel,
den zwei Punkte kommen heut'.

Angriff steht auf unser'n Fahnen,
Winnies Elf wird damit siegen.
Beim Einmarsch schon die Bayern ahnen,
daß sie heute Haue kriegen.

Wir pfeifen auf Max Merkels Schreiben
und auch auf Breitners Kommentar,
denn daß wir weiter oben bleiben,
inzwischen ist auch diesen klar.

Der Gegner leer nach Hause geht,
wenn vorbei des Kampfes Hitze,
und morgen in der Zeitung steht:
Der K S C war wieder Spitze
Der Blitz
Ich sah Dich heut' zum ersten Mal,
doch will Dich oft noch sehen.
Mein Herz, das sprang empor vom Tal
auf höchster Berge Höhen.

Der Blick von Deinem Augenpaar,
das Lächeln Deiner Lippen,
beim ersten Kuß, da war mir klar,
ganz zart muß ich dran nippen.

Wer je von diesem Brunnen trank,
von Deiner Lippen Quelle,
der sagt der Aphrodite Dank
an des Olympus Schwelle.
Versöhnung
Es strahlen die Sterne wie Diamanten im All,
doch nur aus der Ferne, das ist nicht mein Fall.
Es prunket wie Perlen am Morgen der Tau
im Schatten der Erlen, ich seh' es genau.

Doch sind diese beiden, so schön sie auch sind,
nicht echte Geschmeiden, so singt mir der Wind.
Es künden die Nornen, sie werfen die Lose,
ein Schatz hat auch Dornen, zum Beispiel die Rose.

Ich bin nur ein Kater, der hat halt auch Krallen,
die Verse schrieb Pater, nur Dir zu gefallen.
Ach, schau nicht so bitter, hinweg mit der Hitze,
vorbei sei's Gewitter, vorüber die Blitze.

Ach, sei wieder gut, so wie ich es Dir bin,
nur fröhlich dein Mut und heiter Dein Sinn.
Nur kurz ist das Leben, die Ewigkeit lange,
wenn gemeinsam wir streben, dann wird uns nicht bange.
Volkszählung
Als im alten Römerreich vorbei der Konsuln Wahl,
da fragt' der erste Kaiser gleich nach seiner Bürger Zahl.
Der Bürger, der war immer schon den Fürsten untertan,
die Herren saßen auf dem Thron und pflegten ihren Wahn.
Und wehe, wenn der kleine Mann die Auskunft lehnte ab,
dann stand er unter Kirchenbann und lag recht bald im Grab.
Ja, so erfuhr beim Orgienmahl der Führer einer Meute
der ausbeutbaren Bürger Zahl, ganz anders ist es heute
Der Recht(s)staat greifet gnädig ein, Gesetze tut er geben,
Verweigern, das bringt Bußgeld ein, die Milchkuh darf heut leben
Wenn D-Mark in der Kasse klingt, warum die Schafe schlachten?
Da das Verwalten Geld verschlingt, sich uns're Bonner dachten:
Dem Bürger deutlich zeige man des Staates ganze Macht,
damit er nicht mehr sagen kann, daß über Kohl er lacht.
Die Parteien
In Deutschland gibt es viel Parteien,
die sich recht oft im Streit entzweien.
Für manchen sind sie eine Plag'
und fünfe sind im Bundestag.
Am frömmsten ist die CSU,
da geht es streng katholisch zu.
Nach Bayatollahs Herrscherzeit
gabs erst mal Diadochenstreit.
Old Schwurhand merkte ganz entsetzt
als Kronprinz wird man abgesetzt.
Die CDU ist große Schwester,
ihr Führer ist ja Deutschlands Bester
und verteidigt bei Beleidigung
Minister für Verteidigung.
Fremde Sprachen voller Tücken,
hat nicht nur da Gedächtnislücken.
Die FDP als Partner, klein,
mischt gern sich ins Regieren ein.
Solang der Flick noch zahlen kann,
sagt sie, ist uns nicht bange, Mann.
Schweiß auf des Grafen Glatze glänzt,
ist sie auf vier Prozent begrenzt.
Die SPD, leicht halb zur Linken,
in der Wähler Gunst tat sinken
seit der Macher Helmut Schmidt
nicht mehr an der Spitze Schritt,
und unterm neuen Chef, Hans-Jochen
ist öfters sie zu Kreuz gekrochen.
Dem macht das Leben oft zur Qual
vom Saarland her ein Wasserstrahl.
Die Grünen bringen neue Tupfen,
sie lernen erst das Wählerrupfen.
Im Blätterwald es Aufruhr gibt,
wenn Petra Gerd im D-Zug liebt.
(Im deutschen Bätterwald es rumste,
als Petra Gerd im D-Zug traf)
Anwalt einst der Terroristen,
Otto führte ihre Listen,
doch als der Hader ihm zuviel,
er steckte sich ein neues Ziel.
Auch Parteien, die sich uneins waren,
sind einig beim Diäten sparen.
Die Volksvertreter brauchen Geld
für Reisen in die Dritte Welt.
Recht peinlich ist dem Parlamente,
hört das Volk von einer Spende.
Entsetzlich, wenn der Spiegel schreibt,
was besser im Verborgnen bleibt.
Der Bundestag kommt schwer in Not,
wenn wieder mal ein Ausschuß droht,
der dieses untersucht genau,
dann steigt in Bonn die große Schau.
Ja, das Erinnern wird zur Last
und keiner, der wird je gefaßt.
Ist man ein Herr mit Schlips und Kragen,
die Staatsanwälte ungern klagen.
Der Herr hat eine reine Weste,
wollt' er doch nur das Allerbeste.
(Ist dies doch auf der ganzen Welt
des Bundesbürgers gutes Geld.)
Nur wenn normale Bürger fehlen,
was soll ich Euch da viel erzählen,
das ist sodann ein Schwerverbrechen,
und dafür muß der Täter blechen.
Doch machen sie auch viel Geschrei,
mein Dichten bleibt noch immer frei.
Der geflügelte Mensch oder die Geschichte von der Eroberung der Luft
Im Anfang Gott das Weltall baute,
zufrieden auf sein Werk dann schaute,
auf der Schöpfung Allerlei,
darunter uns're Erd' dabei.

Milliarden Jahre war die Erde,
bis es hieß, der Mensch, er werde
in der Schöpfung dominant,
wie uns allen wohl bekannt.

Ein jeder Mensch in seinem Leben
fühlt in sich das Höherstreben,
nur leben, das ist nicht genug
bei seinem ird'schen Höhenflug.

Der Urmensch in der Höhle lebte,
mit Faustkeil nach der Beute strebte,
noch war die Luft der Vögel Raum,
das Fliegen für den Mensch nur Traum.

Dies blieb ein paar Äonen so,
der Mensch lag faul auf Fell und Stroh,
da floh in Griechenland ein Mann,
paßt auf, nun fängt die Luftfahrt an.

Denn bittend stand mit seinem Sohn
der Vater vor des Minos Thron:
"Oh, laß mich in die Heimat gehen,
mein Knäblein will Athen doch sehen"

Der König aber sprach geschwind:
" Bau mir zuerst ein Labyrinth -
und tu' nur kunstreich es gestalten,
den Stier soll es gefangen halten"

Worauf ihr nun ja alle wißt,
weil Kreta eine Insel ist,
Herr Dädalus gefangen war
mit Ikarus gar viele Jahr'.

Wohin sollt er die Schritte lenken?
Per Boot an Flucht war nicht zu denken.
Der Kreter König Kriegsgaleeren,
die konnten ihm die Flucht verwehren.

Doch Dädalus, recht schlau und helle,
nicht faul lag auf dem Hammelfelle.
Er strengte an den Geist recht klug
und sprach:"Entkomm ich halt im Flug"

Aus Wachs und Federn so entstand
ein Flugzeug an des Eilands Strand.
dem Sohn er mußt' ein zweites machen
zur Flucht vor des Tyrannen Wachen.

Er sprach zum kleinen Ikarus:
"Als Erstes ich dich warnen muß,
komm' nicht zu nah Poseidons Reich,
sonst werden naß die Flügel gleich,

bleib' auch des Phöbus Wagen fern,
denn ich verliere dich nicht gern,
da, wenn das Wachs vom Strahl verbrannt,
der Sturz dich führt in Hades Land."

Doch Ikarus, ganz flugbesessen,
des Vaters Lehren bald vergessen,
was ihm von der Sonne droht,
als erster Flieger fand den Tod.

Und nach des Knaben jähem Ende
der Mensch vom Fliegen ließ die Hände.
Gleich bis ins Mittelalter, spät,
die Luft ihr frei von Menschen seht.

Wer wollte schon das Reich bezwingen,
wo Götter und Dämonen ringen?
Auch später bei den Christen
wir Luftverkehr vermißten.

Zwar eins ist noch bekannt geworden,
das war ein Schmied aus hohem Norden.
Der lahme Wieland war kein Krieger,
trieb Ausgleichsport und wurde Flieger.

Wohl dieses, das ist keine Frage,
gehöret nur ins Reich der Sage.
Genauso, wie die Hexen flogen,
was man dem Volke vorgelogen.

Doch Neugier ist ein starker Trieb,
die Luft uns nicht verschlossen blieb,
in Ulm, da war ein Schneidersmann,
der glaubt', daß er das Fliegen kann.

Er flog herab vom Münsterturm,
verlacht hat man den armen Wurm.
Ins Wasser fiel der kühne Flug,
den Schneider nicht das Flugzeug trug.

Dem Pionier gelingt nicht alles,
man sieht's am Beispiel diese Falles.
Doch gilt es, Neues zu entdecken,
läßt der Mensch sich nicht erschrecken.

Ein and'rer in Italien hauste,
den es vor dem Absturz grauste.
Der erste Fallschirm ward' geplant,
Als hätt' er es vorausgeahnt,

daß heut' des Schirmes Sicherheit
uns von des Falles Angst befreit.
Entwürfe im Museum liegen,
Ein Flugzeug ward' geplant zum Fliegen.

Doch müssen wir noch etwas warten,
Noch konnt' man nicht gen Himmel starten.
Die Herrscher führten lieber Kriege,
errangen Ruhm und Pyrrhussiege.

Bis in Paris zwei Brüder kamen,
die endlich etwas unternahmen.
Von heißer Luft emporgehoben,
blieb die Montgolfiere oben.

Und dann erschienen noch einmal
zwei Brüder, die Herrn Lilienthal.
Das echte Flugzeug, 's war geschafft,
betrieben zwar mit Muskelkraft,

die Flügel war'n aus Segeltuch,
doch wirkte noch der Götter Fluch:
Der eine stürzt beim Fluge ab,
so steht's in Stein auf seinem Grab.

Und plötzlich war'n auch, siehe da,
zwei Brüder in Amerika.
Es bauten an die Flugzeughaube
die Wrights 'ne große Motorschraube.

Die Aeroclubs in die Lüfte stiegen,
Rekorde fielen beim sportlichen Fliegen.
Man vernahm die Kunde froh:
Ärmelkanal durchflogen - Louis Bleriot.

Der Flieger Zahl sich rasch vermehrte,
bald den Atlantik überquerte
Lindbergh, für sich ganz allein
flog er in Britannien ein.

Unser Flugzeug wurde schneller,
Düsen gab es statt Propeller.
Ein Flug, das ist heut' kein Problem,
mit Computertechnik, sehr bequem.

Wachs und Federn sind ersetzt durch Eisen,
rasch kann man um den Erdball reisen,
denn es dient der Düsenjäger
heut' als Fracht- und Menschenträger.

Und im großen Jumbo-Jet
die Stewardess ist hübsch und nett.
Sie hebt den Gästen auf die Hüte
und bringt zwecks Sauberkeit die Tüte.

Von Moskau bis zum Petersdom,
vom Erebus zum Gangesstrom
Vom Nordpol bis zum Pentagon
fliegen heut' die Linien schon.

Doch eines finde ich Verschwendung,
das Flugzeug fand im Krieg Verwendung.
Auch grausam fielen Bomben, hart,
heut droht dies per Raketenstart.

Der Krieg ist, hoff' ich, nun zu Ende,
die Menschen reichen sich die Hände,
dem Flugzeug, dem sei auch beschieden,
eine Welt, erfüllt von Frieden.

Der Mensch, der findet endlich Segen
auf neuen und noch kühner'n Wegen.
Der erste Schritt ist längst gemacht,
der zweite ist nun angebracht.

Dem Menschen nicht mehr ungewohnt
der Flug ist zu dem fernen Mond.
Ins Weltall tut die Richtung weisen,
der Mensch will zu den Sternen reisen.

Doch wären all die wack'ren Leute,
von denen ich erzählt euch heute,
nicht mutig in die Luft gestiegen,
ein Traum geblieben wär' das Fliegen.

Drum wollte ich die Männer loben,
die einst so mutig abgehoben.
Ich wollte meinen Dank erweisen,
die kühnen Pioniere preisen.