Startseite < Informatik Schach < Schach-Prinzipien Mattführung / Eröffnungen Mittelspiel Endspiel / Partien Matt in ... / Schachregeln < [ DRUCK , 2004 , 2005 , 2006 , 2007 , 2008 , 2009 ] Remisstellungen / Bauernschach > / DWZ-Rechner > Privates / Inhalt >
Remisstellungen
Manchmal ist es nicht ganz offensichtlich, ab wann eine Partie unentschieden ist.
Unentschieden! Mit Sicherheit Unentschieden sind folgende Stellungen
Es gibt viele Stellungen, in denen man nicht leicht bestimmen kann, ob nun ein Remis vorliegt, oder nicht! Manchmal liegt aber auch ganz offensichtlich ein Remis vor. Hier seien nun ein paar typische Remis-Stellungen angeführt.
König gegen König! = Remis
Wer behauptet, dass die folgende Partie noch zu gewinnen sei, der irrt sich ganz gewaltig! Das ist die einfachste Remis-Situation. Es ist zudem auch egal, auf welchen Feldern die Könige stehen.
Remis (unentschieden)
Keiner kann matt setzen!
8/8/8/4k3/8/3K4/8/8
Läufer gegen König! = Remis
Auch wenn Weiß einen Läufer besitzt, so bringt ihm das überhaupt nichts, denn nur mit dem Läufer kann man nicht matt setzen.
Remis
Keiner kann matt setzen!
8/8/8/2B1k3/8/3K4/8/8
Zwei Springer gegen König! = Remis
Selbst der große Materialvorteil von zwei Springern reicht nicht aus, um matt zu setzen :-(
Remis
Keiner kann matt setzen!
8/4k3/8/2N5/8/1N1K4/8/8
Wohingegen ein Springer und ein Läufer gegen König in drei Etappen in ca. 36 Zügen zum Matt führt:
  1. Abdrängung des Königs in eine Ecke.
  2. Abdrängung des Königs in die Ecke, die dem Läufer zugänglich ist.
  3. In dieser Ecke wird der König matt gesetzt.
Es gibt allerdings eine Ausnahme, die mit zwei Springern zum Matt führt! Mattsetzen kann Weiß im folgenden Beispiel nur dann, wenn sich Schwarz freiwillig mattsetzen lässt (Hilfsmatt).
2-Springer-Matt
Gegner unterstützt Mattführung
7k/8/5NNK/8/8/8/8/8
Da dieses 2-Springer-Matt nur mit der Unterstützung des Gegners möglich ist, wird eine Stellung „Zwei Springer gegen König” als Remisstellung bezeichnet. Da das Matt nicht erzwungen werden kann, geht diese Stellung auch als technisches Remis durch.
Spezialfälle Folgende Stellungen sind sicher remis.
Katz' und Maus!
Dem Weißen sind die Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen, schon längt entzogen worden. Auch wenn Schwarz noch einen Bauern hat, so kommt dieser Bauer nicht auf die Ziellinie, ohne dabei abgetauscht zu werden. Nähert sich der schwarze König dem Springer, kommt es durch den Springer zum Schachgebot, das potentielle Wandlungsfeld g1 wird zugleich vom Springer beherrscht. Es ist remis, gleichwohl welche Partei am Zuge ist.
Remis
Katz' und Maus!
8/8/8/8/8/6k1/1K4p1/6N1
08.06.2004
Hier ist es vollkommen egal, wer am Zug ist. Wie nun der schwarze König oder der schwarze Läufer des schwarzen Feldes stehen ist ebenfalls egal. Folgende Stellung ist remis, wenn Weiß keine größeren Fehler macht, d. h. wenn Weiß den König nicht mehr bewegt und mit dem Läufer die Bedrohung bzw. Besetzung des c2-Feldes nicht aufgibt.
Remis
08.06.2004
8/8/8/8/1k6/2p1b3/1pB5/1K6
Unklar! Folgende Stellungen, die zum Remis führen können, aber nicht müssen.
Manchmal kann man sich auf ein Remis einigen, obwohl es noch eine geringe Chance gibt den Gegner matt zu setzen. Der Gegner darf sich keinen Fehler mehr erlauben.
Läufer gegen Turm! = Remis oder Sieg für Turm
Es ist wohl klar, dass Turm gegen König den Sieg sichert. Läufer gegen König ist jedoch Remis (siehe oben).

Wenn sich hier der schwarze König hinter seinem Läufer aus den brennzlichen Situationen herausretten kann, dann kommt es zum Remis. Das Problem von Schwarz erfordert solides Spiel und erlaubt keine Fehler.

Weiß kann aber auch noch Fehler machen, was aber im schlimmsten Fall nur ein Remis zur Folge hätte. Weiß sollte möglichst seinen König und seinen Turm nicht auf die Läufer-Diagonale bringen, denn sonst kann es zum Verlust des Turmes kommen!
Unklar
Weiß gewinnt vielleicht!
8/8/8/4k3/3b4/3R1K2/8/8