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Schach
Schach ist vielleicht das erfolgreichste Brettspiel aller Zeiten!
Schach Vorwort zu den vorliegenden Schachseiten
Wer den Denksport liebt, wird auch Schach mögen!
Zielgruppe
Vorliegende Schachseiten sind an Schacheinsteiger sowie an Schachspieler bis zur Spielstärke DWZ 1600 gerichtet.
  • Der Schacheinsteiger kann sich in die Schachregeln einlesen, dort stehen zum Beispiel die Definitionen zur ‚Rochade’ und zum besonderen Bauernzug ‚en passant’. Unter Schach-Prinzipien lernt er recht nützliche Faustregeln kennen. Zum Schachgrundwissen zählen auch die allseits bekannten Eröffnungsfehler Schäferzug und Narrenmatt. Und mit dem U-Matt kann schon mal ein Einsteiger ein Schachspiel gewinnen.
  • Der fortgeschrittene Schachspieler hat vielleicht noch etwas Nachholbedarf in einigen Mattführungen. Wer kennt zum Beispiel das Stickmatt und das Arabermatt noch nicht? Vielleicht entdeckt er noch einige ihm unbekannte Schacheröffnungen.
  • Zum Schacheinstieg für Kinder eignet sich möglicherweise das Bauernschach recht gut.
Die Meisten interessieren sich allerdings nur für das Offene Spiel mit 1.e4-e5 :-(
Spielverlauf Spielverlauf des Schachspiels
Drei Spielphasen
Der Spielverlauf eines Schachspiel setzt sich, wie viele andere Spiele auch, aus drei Spielphasen zusammen:
  1. Die erste Spielphase wird als Eröffnung,
  2. die zweite als Mittelspiel und
  3. die dritte als Endspiel bezeichnet.
Geschichte Geschichte des Schachspiels
Man nimmt an, dass das Schach zwischen 500 und 100 v. Chr. in Indien entwickelt wurde. Seinen Namen erhielt es in Persien (pers. schah „König”). [BROCKHAUS1977] & [SCHACHLEX] & [BESSERSCHACH]
  • Araber brachten das Spiel über N-Afrika nach Spanien, von wo es um 1000 nach Mitteleuropa kam. In Europa änderten sich schnell die Gangarten einiger Figuren wie z. B. vom Läufer (Fil) und von der Dame (Fers auch Firzan), welche ursprünglich die schwächste Figur war. In diesem Entwicklungsprozess existierten parallel viele unterschiedliche Versionen der Schachregeln.
  • Die älteste ausführliche Schilderung des Spiels gibt der persische Dichter Firdausi (gestorben 1020) mit dem Buch Schah-Name (deutsch: Königsbuch).
  • Um 1050 wird es in dem höfischen Abenteuerroman Ruodlieb, verfasst von einem unbekannten Mönch in einem Kloster am Tegernsee, in Deutschland erstmals erwähnt.
  • 1283 erschien von dem Spanier Alfonso el Sabio ein Schachlehrbuch, in dem der Doppelschritt des Bauern erwähnt wird.
  • 1467 erwähnt eine niedersächsische Chronik erstmals ein Schachturnier in Deutschland.
  • Etwa um 1600 wurde die Rochade eingeführt, so dass damit die Gangart der Figuren dem heutigen Schach entsprach.
Die Weizenkornlegende
Die Legende von der Entstehung des Schachspiels, beschrieben vom Perser Ibn Khallikan (1211-1282), kann in [SCHACHLEX S. 334] nachgelesen werden.



Unter dem indischen Herrscher Shihram geriet das Land in Not und Elend. Um die Aufmerksamkeit des Königs – ohne seinen Zorn zu entflammen – auf seine Fehler zu lenken, schuf der weise Brahmane Sissa ibn Dahir ein Spiel, in dem die wichtigste Figur – der König – ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann. Dies leuchtete dem König ein, und er versprach dem Weisen jede Belohnung, die dieser verlangen würde.

Dem weisen Sissa bot sich eine gute Gelegenheit, dem hochmütigen Herrscher noch einmal eine Lehre zu erteilen, diesmal eine Lehre der Bescheidenheit. Er wünschte sich folgende Menge Weizen: für das erste Feld des Schachbretts ein Korn, für das zweite zwei Körner, für das dritte die doppelte Menge, also 2² = 4 Körner, für das vierte wieder die doppelte Menge, also 2³ = 8 Körner, usw.

Der König war zunächst erbost über die vermeintliche Bescheidenheit. Schließlich stimmte er zu und freute sich, dass er mit solch niedrigem Preis seine Schuld tilgen konnte. Bald verkündigte der Vorsteher der Kornkammer, dass es so viel Weizen im ganzen Reich nicht gäbe, also 18 446 744 073 709 551 615 Weizenkörner, also weit über 18 Trillionen Weizenkörner.

Dabei sei nochmal darauf hingewiesen, dass dies nur eine Legende ist und nicht der Wahrheit entsprechen muss, die genaue Entstehung des Schachs ist bis heute nicht bekannt!
Alle 15 Weltmeister im Schach
Die Schachweltmeisterschaften werden seit 1866 zwischen den besten Spieler der Welt ausgetragen. 1
  1. Wilhelm Steinitz
    Österreich/USA
    1866-1894
  2. Emanuel Lasker
    Deutschland
    1894-1921
  3. Jose Raoul Capablanca
    Kuba
    1921-1927
  4. Alexander Aljechin
    Russland
    1927-1935 und 1937-1946
  5. Max Euwe
    Holland
    1935-1937
  6. Mikhail Botwinnik
    Russland
    1948-1957, 1958-1960 und 1961-1963
  7. Wassili Smyslov
    Russland
    1957-1958
  8. Mihail Tal
    Lettland
    1960-1961
  9. Tigran Petrosjan
    Armenien
    1963-1969
  10. Boris Spassky
    Russland/Frankreich
    1969-1972
  11. Robert James Fischer
    USA
    1972-1975
  12. Anatoly Karpov
    Russland
    1975-1985 und 1993-1999
  13. Garry Kasparov
    Russland
    1985-1993 FIDE und 1993-2000 PCA
  14. Wladimir Kramnik
    Russland
    2000-2007 BGN
    Wladimir Kramnik hat sich im Oktober 2004 gegen den ungarischen Herausforderer Peter Leko mit dem Punktestand 7:7 gerade noch als Weltmeister behaupten können.
  15. Viswanathan Anand
    Indien
    seit 2007
Mathematik Mathematiker lassen sich von Schach inspirieren!
Viele Mathematiker haben sich vom Schachspiel zu neuen Problemstellungen inspirieren lassen. Zu den wohl berühmtesten Problemen zählt neben dem Springerproblem das Damenproblem.
Das Damenproblem
… ist die Bezeichnung für die bereits im Jahre 1850 von C. F. Gauß (1777-1855) aufgegriffene Aufgabe:

„Man finde eine Stellung für acht Damen auf einem Schachbrett, so dass keine zwei Damen sich gegenseitig schlagen können. Die Damen sind also so zu plazieren, dass jede Zeile, jede Spalte und jede Diagonale des Schachbretts höchstens eine Dame enthält.”

Insgesamt gibt es 92 Lösungen für ein 8x8-Brett, 2 von denen viele ineinander durch Drehung oder Spiegelung überführt werden können. [INFODUDEN]
Eine Lösung des Damenproblems
Nur eine Lösung von 92!
q7/6Q1/4q3/7q/1Q6/3q4/5Q2/2Q5
Das Damenproblem zählt zu den gelösten Problemen im Bereich des Kunstschachs. Pseudoalgorithmen hierzu sind reichlich in der Literatur vorhanden, so auch im Sachlexikon [INFODUDEN]. Es macht aber dennoch Spaß sich diesem Problem mal kurzfristig zu widmen, indem man eine weitere Lösung sucht. Dann erst wird einem die sagenhafte Verzwickung des Problems erst richtig bewusst.

Wer aber nicht die nötige Geduld zum Suchen einer weiteren Lösung aufbringen kann, der kann sich alle Lösungen zum Damenproblem und sogar den dazugehörigen Algorithums hier ansehen.
Das Springerproblem
Die Springerfigur eines Schachspiels wird auf ein beliebiges Feld eines Schachbretts gestellt. Gesucht wird eine Zugfolge, bei der der Springer entsprechend seiner Bewegungsmöglichkeit im Schach nacheinander alle Felder des Schachbretts, jedes Feld genau einmal, besetzt. [INFODUDEN]
Eine Lösung zum Springerproblem mit dem Startpunkt a1
|46|39|28|43|60|55|64|53|
|27|42|45|50|29|52|61|56|
|38|47|40|59|44|63|54|15|
|41|26|49|30|51|16|57|62|
|48|37|24|17|58|21|14| 5|
|25|34|31|22|13| 6| 9|20|
|36|23| 2|33|18|11| 4| 7|
| 1|32|35|12| 3| 8|19|10|
Wer sich näher zum Springerproblem informieren möchte, kann sich den dazugehörigen Algorithmus hier ansehen.
Grafik Graphische Diagrammdarstellung
3D-Schachdiagramme
Wenn Sie sich für die graphische Diagrammdarstellung interessieren, sollten Sie sich der 3D-Programmierung (zum Beispiel mit POV-Ray) widmen.

Im Folgenden sehen Sie ein simples POV-Ray-Beispiel.
Weiß setzt matt in 3 Zügen
Weiß setzt matt in 3 Zügen

Appell
Wie dieses dreidimensionale Schachbild realisiert wird, können Sie hier unter POV-Ray-Schachspiel nachlesen. Vielleicht entdecken Sie ein verborgenes Talent, weitere und bessere Schachdiagrammdarstellungen zu entwickeln.

Versuchen Sie es doch mal!
Übersicht Das Menü zu Schach!
Schach-Prinzipien
Allein die Schachregeln zu kennen, reicht selten aus. Der Spieler sollte einen Plan haben!
  • Schach-Faustregeln
    Faustregeln dienen als Entscheidungshilfe zur Wahl des besseren Zuges.

Mattführung Mattbilder Mattmechanismen Schachmatt
Das schwerste am Schachspiel ist die Mattführung!

Eröffnungen Schacheröffnungen Eröffnungsrepertoire
Bekannte Eröffnungsarten beim Schach!

Mittelspiel
Viele Partieausgänge werden bereits im Mittelspiel entschieden!

Endspiel
Den letzten Fehler begeht man im Endspiel!

Partien
Aufschlussreiche Fehlerzüge im Mittelspiel.

Matt in ...
Verschiedene Spielsituationen, die zu einem erzwungenen Matt in ... Zügen führen.

Schachregeln
Schach verblüfft durch seine einfachen Regeln, aber dennoch äußerst verzwickten Situationen im Spielverlauf.

DWZ-Rechner DWZ-Kalkulator Deutsche Wertungszahl
Ein Online-Programm zur Berechnung Ihrer DWZ.