StartseiteSitemapDownloadsHilfeImpressumOffenes Spiel Chat


Startseite

Schach

Wer den Denksport liebt, wird auch Schach mögen!

Zielgruppe

Vorliegende Schachseiten sind an Schacheinsteiger sowie an Schachspieler bis zur Spielstärke DWZ 1600 gerichtet. Die Meisten interessieren sich allerdings nur für das Offene Spiel mit 1.e4−e5 :−(



Spielverlauf

Drei Spielphasen

Der Spielverlauf eines Schachspiel setzt sich, wie viele andere Spiele auch, aus drei Spielphasen zusammen:
  1. Die erste Spielphase wird als Eröffnung,
  2. die zweite als Mittelspiel und
  3. die dritte als Endspiel bezeichnet.



Geschichte

Man nimmt an, dass das Schach zwischen 500 und 100 v. Chr. in Indien entwickelt wurde. Seinen Namen erhielt es in Persien (pers. schah „König”). [BROCKHAUS1977] & [SCHACHLEX] & [BESSERSCHACH]

Die Weizenkornlegende

Die Legende von der Entstehung des Schachspiels, beschrieben vom Perser Ibn Khallikan (1211−1282), kann in [SCHACHLEX S. 334] nachgelesen werden.


Unter dem indischen Herrscher Shihram geriet das Land in Not und Elend. Um die Aufmerksamkeit des Königs – ohne seinen Zorn zu entflammen – auf seine Fehler zu lenken, schuf der weise Brahmane Sissa ibn Dahir ein Spiel, in dem die wichtigste Figur – der König – ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann. Dies leuchtete dem König ein, und er versprach dem Weisen jede Belohnung, die dieser verlangen würde.
Dem weisen Sissa bot sich eine gute Gelegenheit, dem hochmütigen Herrscher noch einmal eine Lehre zu erteilen, diesmal eine Lehre der Bescheidenheit. Er wünschte sich folgende Menge Weizen: für das erste Feld des Schachbretts ein Korn, für das zweite zwei Körner, für das dritte die doppelte Menge, also 2² = 4 Körner, für das vierte wieder die doppelte Menge, also 2³ = 8 Körner, usw.
Der König war zunächst erbost über die vermeintliche Bescheidenheit. Schließlich stimmte er zu und freute sich, dass er mit solch niedrigem Preis seine Schuld tilgen konnte. Bald verkündigte der Vorsteher der Kornkammer, dass es so viel Weizen im ganzen Reich nicht gäbe, also 18 446 744 073 709 551 615 Weizenkörner, also weit über 18 Trillionen Weizenkörner.
Dabei sei nochmal darauf hingewiesen, dass dies nur eine Legende ist und nicht der Wahrheit entsprechen muss, die genaue Entstehung des Schachs ist bis heute nicht bekannt!

Alle 15 Weltmeister im Schach

Die Schachweltmeisterschaften werden seit 1866 zwischen den besten Spieler der Welt ausgetragen. {1946-48 gab es keine Schachweltmeisterschaft. Dies ist auf den Tod des damals amtierenden Weltmeisters Aljechin, der am 24. März 1946 in Estoril Portugal starb, zurückzuführen.}
  1. Wilhelm Steinitz
    Österreich/USA
    1866−1894
  2. Emanuel Lasker
    Deutschland
    1894−1921
  3. Jose Raoul Capablanca
    Kuba
    1921−1927
  4. Alexander Aljechin
    Russland
    1927−1935 und 1937−1946
  5. Max Euwe
    Holland
    1935−1937
  6. Mikhail Botwinnik
    Russland
    1948−1957, 1958−1960 und 1961−1963
  7. Wassili Smyslov
    Russland
    1957−1958
  8. Mihail Tal
    Lettland
    1960−1961
  9. Tigran Petrosjan
    Armenien
    1963−1969
  10. Boris Spassky
    Russland/Frankreich
    1969−1972
  11. Robert James Fischer
    USA
    1972−1975
  12. Anatoly Karpov
    Russland
    1975−1985 und 1993−1999
  13. Garry Kasparov
    Russland
    1985−1993 FIDE und 1993−2000 PCA
  14. Wladimir Kramnik
    Russland
    2000-2007 BGN
    Wladimir Kramnik hat sich im Oktober 2004 gegen den ungarischen Herausforderer Peter Leko mit dem Punktestand 7:7 gerade noch als Weltmeister behaupten können.
  15. Viswanathan Anand
    Indien
    seit 2007



Mathematik

Viele Mathematiker haben sich vom Schachspiel zu neuen Problemstellungen inspirieren lassen. Zu den wohl berühmtesten Problemen zählt neben dem Springerproblem das Damenproblem.

Das Damenproblem

… ist die Bezeichnung für die bereits im Jahre 1850 von C. F. Gauß (1777−1855) aufgegriffene Aufgabe:
„Man finde eine Stellung für acht Damen auf einem Schachbrett, so dass keine zwei Damen sich gegenseitig schlagen können. Die Damen sind also so zu plazieren, dass jede Zeile, jede Spalte und jede Diagonale des Schachbretts höchstens eine Dame enthält.”
Insgesamt gibt es 92 Lösungen für ein 8x8-Brett, {Die Zahl 8 ist das Symbol für die Unendlichkeit in der Mathematik. 8x8 bedeutet demnach ...} von denen viele ineinander durch Drehung oder Spiegelung überführt werden können. [INFODUDEN]
Eine Lösung des Damenproblems (Nur eine Lösung von 92!)
q7/6Q1/4q3/7q/1Q6/3q4/5Q2/2Q5Design wechseln
Das Damenproblem zählt zu den gelösten Problemen im Bereich des Kunstschachs. Pseudoalgorithmen hierzu sind reichlich in der Literatur vorhanden, so auch im Sachlexikon [INFODUDEN]. Es macht aber dennoch Spaß sich diesem Problem mal kurzfristig zu widmen, indem man eine weitere Lösung sucht. Dann erst wird einem die sagenhafte Verzwickung des Problems erst richtig bewusst.
Wer aber nicht die nötige Geduld zum Suchen einer weiteren Lösung aufbringen kann, der kann sich alle Lösungen zum Damenproblem und sogar den dazugehörigen Algorithums hier ansehen.

Das Springerproblem

Die Springerfigur eines Schachspiels wird auf ein beliebiges Feld eines Schachbretts gestellt. Gesucht wird eine Zugfolge, bei der der Springer entsprechend seiner Bewegungsmöglichkeit im Schach nacheinander alle Felder des Schachbretts, jedes Feld genau einmal, besetzt. [INFODUDEN]

Eine Lösung zum Springerproblem mit dem Startpunkt a1

|46|39|28|43|60|55|64|53|
|27|42|45|50|29|52|61|56|
|38|47|40|59|44|63|54|15|
|41|26|49|30|51|16|57|62|
|48|37|24|17|58|21|14| 5|
|25|34|31|22|13| 6| 9|20|
|36|23| 2|33|18|11| 4| 7|
| 1|32|35|12| 3| 8|19|10|
Wer sich näher zum Springerproblem informieren möchte, kann sich den dazugehörigen Algorithmus hier ansehen.



Grafik

3D−Schachdiagramme

Wenn Sie sich für die graphische Diagrammdarstellung interessieren, sollten Sie sich der 3D-Programmierung (zum Beispiel mit POV−Ray) widmen.
Im Folgenden sehen Sie ein simples POV−Ray−Beispiel.

Weiß setzt matt in 3 Zügen

Weiß setzt matt in 3 Zügen


Appell

Wie dieses dreidimensionale Schachbild realisiert wird, können Sie hier unter POV−Ray−Schachspiel nachlesen. Vielleicht entdecken Sie ein verborgenes Talent, weitere und bessere Schachdiagrammdarstellungen zu entwickeln.
Versuchen Sie es doch mal!



Übersicht

Schach−Prinzipien
Allein die Schachregeln zu kennen, reicht selten aus. Der Spieler sollte einen Plan haben!
  1. Schach−Faustregeln
    Faustregeln dienen als Entscheidungshilfe zur Wahl des besseren Zuges.

MattführungMattbilder Mattmechanismen Schachmatt
Das schwerste am Schachspiel ist die Mattführung!
  1. U−MattGrundmatt Grundlinienmatt Matt auf unterster Reihe
    Ein rochierter König, der von seinen Bauern blockiert wird, hat manchmal ein Problem mit dem gegnerischen Turm!
  2. Ersticktes MattStickmatt
    Der König kann sich nicht bewegen und wird vom Springer matt gesetzt!
  3. Epauletten−Matt
    Epauletten mögen zwar recht dekorativ sein, jedoch im entscheidenden Moment können sie ebenso hinderlich sein.
  4. Guéridon−Matt
  5. Araber−Matt
    Ein Turm, ein Springer und der Opponent in der Ecke, vielleicht ein Araber-Matt!
  6. Matt von Anastasia
    Abdrängung des Königs auf eine Bahn, auf der der Turm matt setzt.
  7. Matt von Blackburne
    Der König steht im Läuferkreuzfeuer!
  8. Matt von Boden
    Erobere eine Mattlinie mit einem Opfer!
  9. Matt von Morphy
    Opfere die Dame, um die g-Linie zu öffnen, der Rest erinnert an das Matt von Pillsbury!
  10. Matt von Pillsbury
    Breche mit dem Läufer und dem Turm in die kurze Rochade-Stellung ein!
  11. Narrenmatt
    Nur zwei Züge und schon matt :-(
  12. SchäferzugSchäfermatt Schustermatt
    Du spielst wie ein Schafhirte!

EröffnungenSchacheröffnungen Eröffnungsrepertoire
Bekannte Eröffnungsarten beim Schach!
  1. Offenes SpielOffene Partie Open Game
    Mit der eröffnenden Zugfolge 1.e4-e5 entwickelt sich im allgemeinen ein Mittelspiel mit offenem Zentrum.
    1. Mittelgambit
    2. Dänisches GambitNordisches Gambit
    3. Ponziani Eröffnung
    4. Schottische Eröffnung
      1. Schottisches Gambit
    5. Vierspringerspiel
    6. Zweispringerspiel
    7. Ungarische Partie
    8. Italienische Partie
    9. Spanische EröffnungRuy Lopez Spanische Partie
      Es heißt, dass die Spanische Partie die Königin der Eröffnungen sei.
    10. Philidor Verteidigung
    11. Russische Verteidigung
    12. Damianos Verteidigung
    13. Königsgambit
      Es heißt, dass das Königsgambit der König der Gambite sei.
    14. Wiener Partie
    15. Läuferspiel
  2. Halboffenes SpielHalboffene Partie
    Schwarz versucht vorwiegend ein offenes Spiel zu vermeiden.
    1. Skandinavische Verteidigung
    2. Caro−Kann Verteidigung
    3. Französische Verteidigung
    4. Sizilianische Verteidigung
    5. Aljechin Verteidigung
    6. Pirc VerteidigungJugoslawische Verteidigung
    7. Nimzowitsch Verteidigung
    8. Robatsch Verteidigung
  3. Geschlossenes SpielGeschlossene Partie
    Weiß möchte sich den Zugvorteil bis ins Endspiel bewahren.
    1. Damengambit
    2. Damenbauer Eröffnung
    3. Popiel EröffnungBlackmar−Diemer−Gambit
    4. Damenindische Verteidigung
    5. Bogoindische Verteidigung
    6. Nimzoindische Verteidigung
    7. Grünfeld Verteidigung
    8. Königsindische Verteidigung
    9. Benoni Verteidigung
    10. Altindische Verteidigung
    11. Moderne Verteidigung
    12. Holländische Verteidigung
    13. Englische Eröffnung
    14. Réti Eröffnung
    15. Bird Eröffnung
    16. Orang−Utan EröffnungSokolski Eröffnung Polnisch im Anzuge

Mittelspiel
Viele Partieausgänge werden bereits im Mittelspiel entschieden!

Endspiel
Den letzten Fehler begeht man im Endspiel!

Partien
Aufschlussreiche Fehlerzüge im Mittelspiel.
  1. Légal−N.N.
    Ein geniales Damenopfer, das zu einem Matt in 2 Zügen verhilft.
  2. Arnold−Böhm
    Offene Variante der Caro-Kann-Verteidigung mit 6 Zügen und Matt in 1
  3. Réti−Tartakower
    Offene Variante der Caro-Kann-Verteidigung mit 11 Zügen und Matt in 3
  4. Oskam−Demmendal
    Skandinavisch mit 7 Zügen und Matt in 1
  5. N.N.−Pfeiffer
    Skandinavisch mit 6 Zügen und Matt in 1
  6. Renold−Agassiz
    Klassische Verteidigung des Königsgambit mit 13 Zügen und Matt in 3
  7. N.N.−Blackburne
    Jerome-Gambit mit 14 Zügen und Matt in 2
  8. Greco−N.N.
    Italienische Partie mit 13 Zügen und Matt in 3
  9. Loye−Beamisch
    Der Möller-Angriff der Italienischen Partie mit 18 Zügen und Matt in 2
  10. Bernstein−Metger
    Schwarz verliert beinahe unschuldig ...
  11. Anderssen−Wyvill
    Schwarz erkennt nicht die Gefahr eines U-Matts!
  12. Bird−N.N.
    Bird Eröffnung mit 14 Zügen und Matt
  13. Gibbs−Schmid
  14. P.Baur
    1. P.Baur−Janzer
      Er nannte sie die 'Benson&Hedges - Partie'
    2. P.Baur−N.N.
  15. Hecht−Schiffer
  16. N.N.−Richter
    Holländische Verteidigung mit 21 Zügen und Matt in 5


Schachregeln
Schach verblüfft durch seine einfachen Regeln, aber dennoch äußerst verzwickten Situationen im Spielverlauf.
  1. Remisstellungen
    Manchmal ist es nicht ganz offensichtlich, ab wann eine Partie unentschieden ist.
  2. BauernschachKinderschach
    Ein Schachspiel für Kinder mit reduzierten Regeln.

DWZ−RechnerDWZ−Kalkulator Deutsche Wertungszahl
Ein Online-Programm zur Berechnung Ihrer DWZ.



Info

stefan−baur.de / Schach
  • besucht am Freitag, den 12. März 2010 um 3:42 Uhr
  • geändert am Donnerstag, den 11. Februar 2010 von Stefan K. Baur
  • siehe auch:

[BROCKHAUS1977]  Der große Brockhaus,  F. A. Brockhaus,  18. Auflage,  1977,  ISBN 3−7653−0039−X.  12 Bände

[SCHACHLEX]  Lexikon für Schachfreunde,  Bucher (Manfred van Fondern),  1980,  ISBN 3−7658−0308−1.

[BESSERSCHACH]  Wolf Michael:  So spielt man besser Schach,  Buch und Zeit Verlagsgesellschaft mbH Köln,  1983.  Vom klugen Eröffnungszug zum Matt

[INFODUDEN]  Duden Informatik,  Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG,  2. Auflage,  1993,  ISBN 3−411−05232−5.  Ein Sachlexikon für Studium und Praxis







Startseite

Copyright © 2004-2009 Stefan K. Baur − Druck20042005200620072008200920102011