Die Legende von der Entstehung des Schachspiels, beschrieben vom Perser Ibn Khallikan
(1211−1282),
kann in
[SCHACHLEX S. 334]

nachgelesen werden.
Unter dem indischen Herrscher Shihram geriet das Land in Not und Elend.
Um die Aufmerksamkeit des Königs
– ohne seinen Zorn zu entflammen –
auf seine Fehler zu lenken,
schuf der weise Brahmane Sissa ibn Dahir ein Spiel,
in dem die wichtigste Figur
– der König –
ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann.
Dies leuchtete dem König ein, und er versprach dem Weisen jede Belohnung,
die dieser verlangen würde.
Dem weisen Sissa bot sich eine gute Gelegenheit, dem hochmütigen Herrscher noch einmal eine Lehre zu erteilen,
diesmal eine Lehre der Bescheidenheit.
Er wünschte sich folgende Menge Weizen:
für das erste Feld des Schachbretts ein Korn,
für das zweite zwei Körner,
für das dritte die doppelte Menge,
also 2² = 4 Körner,
für das vierte wieder die doppelte Menge,
also 2³ = 8 Körner,
usw.
Der König war zunächst erbost über die vermeintliche Bescheidenheit.
Schließlich stimmte er zu und freute sich, dass er mit solch niedrigem Preis seine Schuld tilgen konnte.
Bald verkündigte der Vorsteher der Kornkammer, dass es so viel Weizen im ganzen Reich nicht gäbe, also
18 446 744 073 709 551 615 Weizenkörner,
also weit über 18 Trillionen Weizenkörner.
Dabei sei nochmal darauf hingewiesen, dass dies nur eine Legende ist und nicht der Wahrheit entsprechen muss,
die genaue Entstehung des Schachs ist bis heute nicht bekannt!