Vorliegende Schachseiten sind an Schacheinsteiger sowie an Schachspieler bis zur SpielstärkeDWZ 1600gerichtet.
DerSchacheinsteigerkann sich in dieSchachregelneinlesen, dort stehen zum Beispiel die Definitionen zur‚Rochade’und zum besonderen Bauernzug‚en passant’.UnterSchach-Prinzipienlernt er recht nützliche Faustregeln kennen.Zum Schachgrundwissen zählen auch die allseits bekannten EröffnungsfehlerSchäferzugundNarrenmatt.Und mit demU-Mattkann schon mal ein Einsteiger ein Schachspiel gewinnen.
Derfortgeschrittene Schachspielerhat vielleicht noch etwas Nachholbedarf in einigenMattführungen.Wer kennt zum Beispiel dasStickmattund dasArabermattnoch nicht?Vielleicht entdeckt er noch einige ihm unbekannteSchacheröffnungen.
Zum Schacheinstieg fürKindereignet sich möglicherweise dasBauernschachrecht gut.
Die Meisten interessieren sich allerdings nur für dasOffene Spielmit1.e4-e5:-(
SpielverlaufSpielverlauf des Schachspiels
Drei Spielphasen
Der Spielverlauf eines Schachspiel setzt sich, wie viele andere Spiele auch, aus drei Spielphasen zusammen:
Man nimmt an, dass das Schach zwischen 500 und 100 v. Chr. in Indien entwickelt wurde.Seinen Namen erhielt es in Persien(pers. schah„König”).[BROCKHAUS1977]&[SCHACHLEX]&[BESSERSCHACH]
Araberbrachten das Spiel über N-Afrika nach Spanien, von wo es um1000nach Mitteleuropa kam.In Europa änderten sich schnell die Gangarten einiger Figuren wie z. B. vom Läufer(Fil)und von der Dame(Fers auch Firzan),welche ursprünglich die schwächste Figur war.In diesem Entwicklungsprozess existierten parallel viele unterschiedliche Versionen der Schachregeln.
Die älteste ausführliche Schilderung des Spiels gibt der persische DichterFirdausi(gestorben 1020)mit dem BuchSchah-Name(deutsch: Königsbuch).
Um1050wird es in dem höfischen AbenteuerromanRuodlieb,verfasst von einem unbekannten Mönch in einem Kloster am Tegernsee,in Deutschland erstmals erwähnt.
1283erschien von dem SpanierAlfonso el Sabioein Schachlehrbuch,in dem der Doppelschritt des Bauern erwähnt wird.
1467erwähnt eine niedersächsische Chronik erstmals ein Schachturnier in Deutschland.
Etwa um1600wurde die Rochade eingeführt, so dass damit die Gangart der Figuren dem heutigen Schach entsprach.
Die Weizenkornlegende
Die Legende von der Entstehung des Schachspiels, beschrieben vom Perser Ibn Khallikan(1211-1282),kann in[SCHACHLEX S. 334]nachgelesen werden.
Unter dem indischen Herrscher Shihram geriet das Land in Not und Elend.Um die Aufmerksamkeit des Königs– ohne seinen Zorn zu entflammen –auf seine Fehler zu lenken,schuf der weise Brahmane Sissa ibn Dahir ein Spiel,in dem die wichtigste Figur– der König –ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann.Dies leuchtete dem König ein, und er versprach dem Weisen jede Belohnung,die dieser verlangen würde.
Dem weisen Sissa bot sich eine gute Gelegenheit, dem hochmütigen Herrscher noch einmal eine Lehre zu erteilen,diesmal eine Lehre der Bescheidenheit.Er wünschte sich folgende Menge Weizen:für das erste Feld des Schachbretts ein Korn,für das zweite zwei Körner,für das dritte die doppelte Menge,also 2² = 4 Körner,für das vierte wieder die doppelte Menge,also 2³ = 8 Körner,usw.
Der König war zunächst erbost über die vermeintliche Bescheidenheit.Schließlich stimmte er zu und freute sich, dass er mit solch niedrigem Preis seine Schuld tilgen konnte.Bald verkündigte der Vorsteher der Kornkammer, dass es so viel Weizen im ganzen Reich nicht gäbe, also18 446 744 073 709 551 615 Weizenkörner,also weit über 18 Trillionen Weizenkörner.
Dabei sei nochmal darauf hingewiesen, dass dies nur eine Legende ist und nicht der Wahrheit entsprechen muss,die genaue Entstehung des Schachs ist bis heute nicht bekannt!
Alle 15 Weltmeister im Schach
Die Schachweltmeisterschaften werden seit 1866 zwischen den besten Spieler der Welt ausgetragen.1
Wilhelm Steinitz Österreich/USA 1866-1894
Emanuel Lasker Deutschland 1894-1921
Jose Raoul Capablanca Kuba 1921-1927
Alexander Aljechin Russland 1927-1935und1937-1946
Max Euwe Holland 1935-1937
Mikhail Botwinnik Russland 1948-1957,1958-1960und1961-1963
Wassili Smyslov Russland 1957-1958
Mihail Tal Lettland 1960-1961
Tigran Petrosjan Armenien 1963-1969
Boris Spassky Russland/Frankreich 1969-1972
Robert James Fischer USA 1972-1975
Anatoly Karpov Russland 1975-1985und1993-1999
Garry Kasparov Russland 1985-1993FIDEund1993-2000PCA
Wladimir Kramnik Russland 2000-2007BGN Wladimir Kramnik hat sich im Oktober 2004 gegen den ungarischen Herausforderer Peter Lekomit dem Punktestand 7:7 gerade noch als Weltmeister behaupten können.
Viswanathan Anand Indien seit 2007
MathematikMathematiker lassen sich von Schach inspirieren!
Viele Mathematiker haben sich vom Schachspiel zu neuen Problemstellungen inspirieren lassen.Zu den wohl berühmtesten Problemen zählt neben dem Springerproblem das Damenproblem.
Das Damenproblem
… ist die Bezeichnung für die bereits im Jahre 1850 vonC. F. Gauß(1777-1855)aufgegriffene Aufgabe:
„Man finde eine Stellung für acht Damen auf einem Schachbrett, so dass keine zwei Damen sich gegenseitig schlagen können.Die Damen sind also so zu plazieren, dass jede Zeile, jede Spalte und jede Diagonale des Schachbretts höchstens eine Dameenthält.”
Insgesamt gibt es92 Lösungenfür ein 8x8-Brett,2von denen viele ineinander durch Drehung oder Spiegelungüberführt werden können.[INFODUDEN]
Eine Lösung des Damenproblems Nur eine Lösung von 92!
Das Damenproblem zählt zu den gelösten Problemen im Bereich des Kunstschachs. Pseudoalgorithmen hierzu sindreichlich in der Literatur vorhanden, so auch im Sachlexikon[INFODUDEN].Es macht aber dennoch Spaß sich diesem Problem mal kurzfristig zu widmen, indem man eine weitere Lösung sucht.Dann erst wird einem die sagenhafte Verzwickung des Problems erst richtig bewusst.
Wer aber nicht die nötige Geduld zum Suchen einer weiteren Lösung aufbringen kann,der kann sich alle Lösungen zum Damenproblem und sogar den dazugehörigen Algorithumshieransehen.
Das Springerproblem
Die Springerfigur eines Schachspiels wird auf ein beliebiges Feld eines Schachbretts gestellt.Gesucht wird eine Zugfolge, bei der der Springer entsprechend seiner Bewegungsmöglichkeit im Schach nacheinanderalle Felder des Schachbretts, jedes Feld genau einmal, besetzt.[INFODUDEN]
Eine Lösung zum Springerproblem mit dem Startpunkt a1
Wer sich näher zum Springerproblem informieren möchte, kann sich den dazugehörigen Algorithmushieransehen.
GrafikGraphische Diagrammdarstellung
3D-Schachdiagramme
Wenn Sie sich für die graphische Diagrammdarstellung interessieren,sollten Sie sich der 3D-Programmierung(zum Beispiel mit POV-Ray)widmen.
Im Folgenden sehen Sie ein simplesPOV-Ray-Beispiel.
Weiß setzt matt in 3 Zügen
Appell
Wie dieses dreidimensionale Schachbild realisiert wird, können Sie hier unterPOV-Ray-Schachspielnachlesen.Vielleicht entdecken Sie ein verborgenes Talent, weitere und bessere Schachdiagrammdarstellungen zu entwickeln.
Versuchen Sie es doch mal!
ÜbersichtDas Menü zu Schach!
Schach-Prinzipien Allein die Schachregeln zu kennen, reicht selten aus. Der Spieler sollte einen Plan haben!
Schach-Faustregeln Faustregeln dienen als Entscheidungshilfe zur Wahl des besseren Zuges.